Die Social-Media-Landschaft, konzipiert von Dominic Menzler.

Publikation: Social-Media-Landschaft

Der Begriff Social Media ist in aller Munde. Gemeint sind Netzwerke, Portale sowie rein technische Anwendungen für unterschiedlichste Dienste. Soziale Medien existieren schon seit der öffentlichen Verfügbarkeit des Internets. Sie sind nicht nur ein, sondern längst das Charakteristikum des World Wide Web.

Über sie können Nutzer miteinander kommunizieren bzw. interagieren, Inhalte generieren oder von denen anderer profitieren. Zu den bekanntesten Anwendungen zählen beispielsweise die soziale Plattform Facebook, der Microblog-Dienst

Twitter, das Business-Netzwerk Xing und die weltumspannende Enzyklopädie Wikipedia, ein einzigartiges Kollektivprojekt. Das sind Einzelbeispiele aus lediglich vier der zahlreichen Kategorien, in die man die vielfältige Social-Media-Landschaft einteilen kann.

Unter dem englischen Synonym Social Media Landscape sind die meisten Übersichten von verschiedenen Autoren zu finden. Was bei vielen Übersichten auffällt, ist eine gewisse Inkonsistenz bei der Wahl der Kriterien und in der Terminologie. Häufig basieren Social-Media-Kategorieren auf „Nutzertätigkeiten“ wie Publish, Discuss, Review, Network, Gaming etc.. Unter diesen kann „Publish“ (Publizieren) je nach Verwendung und Interpretation unterschiedliche Bedeutungen haben. Im Extremfall kann jeder „user generated content“, also auch Videos und Powerpoint-Folien, als Publizierung gewertet werden. Das englische Wort „publish“ meint jedoch etwas anderes. Und „Publish“ und „Publizieren“ erst nach journalistischen Kriterien oder gar der Länge eines Textes definieren zu müssen, ist zu kompliziert. Also wurde in meiner Variante der Social Media Landscape die Kategorie Publish ersetzt durch mehrere, eindeutigere Begriffe – nicht obwohl, sondern gerade weil die Grenzen zwischen den einzelnen Social-Media-Kategorien nie klar zu ziehen sind. Natürlich wird es weiterhin Anwendungen geben, die man nicht eindeutig nur einer Kategorie zuweisen kann – bedingt durch die hohe Individualität und Anzahl der Dienste. Und die macht ja gerade den Charakter von Social Media aus.

Fazit: Je eindeutiger die Unterscheidungskriterien sind, desto einfacher fällt es, die vielfältige Social-Media-Landschaft übersichtlich zu strukturieren. Das Ersetzen des großen Sammelbegriffes „Publizieren“ durch mehrere eindeutigere Kriterien vereinfacht die Abgrenzung der vorliegenden Social-Media-Kategorien. Das ändert nichts daran, wie Anwender oder Unternehmen Social Media für sich einsetzen. Aber es hilft vielen digital immigrants und Online-Marketing-Einsteigern, die Komplexität  und Funktionsweisen der modernen Kommunikationskultur zu verstehen – eine wichtige Voraussetzung für die spätere Anwendung von sozialen Medien und Tools.

In meiner Version der Social Media Landscape gibt es 12 Kategorien. Keine ist neu erfunden, sie wurden lediglich neu kombiniert. Die Social Media Landscape als Blume darzustellen, war kein Zufall, sondern hatte mehrere Gründe: Den Bezug zur Natur schafft ja bereits der bestehende Begriff social media landscape. Social Media ist durchaus vergleichbar mit der intensiven Vernetzung und Kommunikation der Lebewesen eines Ökosystems. Vernetztes Denken hilft uns beim Verständnis solcher Systeme. Außerdem haben Blütentypen wie diese schlicht genügend Blütenblätter und ihre Anzahl kann von Blüte zu Blüte abweichen. So wie die Natur ist auch die Landschaft der sozialen Medien im Wandel. Und so wird es weitere Versionen dieser Darstellung geben.

Nebenbei passte die Blume übrigens auch zu einer aktuellen Publikation über Social-Media mit Monitoring-Studie für die Biolebensmittelbranche (Zeitschrift Ökologie & Landbau, 07/2012, www.soel.de).

Dominic Menzler

Veröffentlichung der Abbildung nur in Verbindung mit Nennung der Quelle (in Grafik enthalten) und Link www.dmkommunikation.de.