Publikation: Social-Media-Landschaft

Der Begriff Social Media ist in aller Munde. Gemeint sind Netzwerke, Portale sowie rein technische Anwendungen für unterschiedlichste Dienste. Soziale Medien existieren schon seit der öffentlichen Verfügbarkeit des Internets. Sie sind nicht nur ein, sondern längst das Charakteristikum des World Wide Web.

Über sie können Nutzer miteinander kommunizieren bzw. interagieren, Inhalte generieren oder von denen anderer profitieren. Zu den bekanntesten Anwendungen zählen beispielsweise die soziale Plattform Facebook, der Microblog-Dienst

Twitter, das Business-Netzwerk Xing und die weltumspannende Enzyklopädie Wikipedia, ein einzigartiges Kollektivprojekt. Das sind Einzelbeispiele aus lediglich vier der zahlreichen Kategorien, in die man die vielfältige Social-Media-Landschaft einteilen kann.

Unter dem englischen Synonym Social Media Landscape sind die meisten Übersichten von verschiedenen Autoren zu finden. Was bei vielen Übersichten auffällt, ist eine gewisse Inkonsistenz bei der Wahl der Kriterien und in der Terminologie. Häufig basieren Social-Media-Kategorieren auf „Nutzertätigkeiten“ wie Publish, Discuss, Review, Network, Gaming etc.. Unter diesen kann „Publish“ (Publizieren) je nach Verwendung und Interpretation unterschiedliche Bedeutungen haben. Im Extremfall kann jeder „user generated content“, also auch Videos und Powerpoint-Folien, als Publizierung gewertet werden. Das englische Wort „publish“ meint jedoch etwas anderes. Und „Publish“ und „Publizieren“ erst nach journalistischen Kriterien oder gar der Länge eines Textes definieren zu müssen, ist zu kompliziert. Also wurde in meiner Variante der Social Media Landscape die Kategorie Publish ersetzt durch mehrere, eindeutigere Begriffe – nicht obwohl, sondern gerade weil die Grenzen zwischen den einzelnen Social-Media-Kategorien nie klar zu ziehen sind. Natürlich wird es weiterhin Anwendungen geben, die man nicht eindeutig nur einer Kategorie zuweisen kann – bedingt durch die hohe Individualität und Anzahl der Dienste. Und die macht ja gerade den Charakter von Social Media aus.

Fazit: Je eindeutiger die Unterscheidungskriterien sind, desto einfacher fällt es, die vielfältige Social-Media-Landschaft übersichtlich zu strukturieren. Das Ersetzen des großen Sammelbegriffes „Publizieren“ durch mehrere eindeutigere Kriterien vereinfacht die Abgrenzung der vorliegenden Social-Media-Kategorien. Das ändert nichts daran, wie Anwender oder Unternehmen Social Media für sich einsetzen. Aber es hilft vielen digital immigrants und Online-Marketing-Einsteigern, die Komplexität  und Funktionsweisen der modernen Kommunikationskultur zu verstehen – eine wichtige Voraussetzung für die spätere Anwendung von sozialen Medien und Tools.

In meiner Version der Social Media Landscape gibt es 12 Kategorien. Keine ist neu erfunden, sie wurden lediglich neu kombiniert. Die Social Media Landscape als Blume darzustellen, war kein Zufall, sondern hatte mehrere Gründe: Den Bezug zur Natur schafft ja bereits der bestehende Begriff social media landscape. Social Media ist durchaus vergleichbar mit der intensiven Vernetzung und Kommunikation der Lebewesen eines Ökosystems. Vernetztes Denken hilft uns beim Verständnis solcher Systeme. Außerdem haben Blütentypen wie diese schlicht genügend Blütenblätter und ihre Anzahl kann von Blüte zu Blüte abweichen. So wie die Natur ist auch die Landschaft der sozialen Medien im Wandel. Und so wird es weitere Versionen dieser Darstellung geben.

Nebenbei passte die Blume übrigens auch zu einer aktuellen Publikation über Social-Media mit Monitoring-Studie für die Biolebensmittelbranche (Zeitschrift Ökologie & Landbau, 07/2012, www.soel.de).

Dominic Menzler

Veröffentlichung der Abbildung nur in Verbindung mit Nennung der Quelle (in Grafik enthalten) und Link www.dmkommunikation.de.

Möglichkeiten im E-Mail-Marketing

Standards, Funktionen, Einsatzmöglichkeiten

E-Mail-Marketing ist nicht neu – und keinesfalls nur ein Synonym für den Versand von Newslettern. Diese sind zwar schon seit Jahrzehnten ein bewährtes Kommunikationsmittel, aber E-Mail-Marketing ist viel mehr. Und was genau?

Nicht zuletzt wegen seiner Kosteneffizienz und Messbarkeit ist E-Mail-Marketing bei Unternehmen eines der drei beliebtesten Marketing-Instrumente. Andererseits wird meist nur ein Bruchteil seines Marketing-Potentials tatsächlich genutzt. Und der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen, die noch nicht einmal normale Newsletter anbieten, dürfte immer noch bei etwa zwei Dritteln liegen. Entsprechend herrscht dort noch weitgehende Unkenntnis über alle Möglichkeiten des E-Mail-Marketings. Umso erstaunlicher, dass E-Mail-Marketing von Fachleuten häufig zum Dialog-Marketing gezählt wird, obwohl nur ein verschwindender Anteil der Mailings den echten Dialog mit Kunden anstrebt. Hier nun eine Zusammenfassung der wichtigsten Standards und Marketing-Möglichkeiten. Diese sind oben als BERATERBRIEF DIGITALES MARKETING herunterladbar.

Diese fünf Standards sind wichtig und unstrittig:

  1. Versand im Multipart-Format (HTML + Text), automatisch angelegt bei der Newsletter-Erstellung (Hintergrund: Empfänger bevorzugen eindeutig das HTML-Format)
  2. die personalisierte Anrede „Liebe Frau Mustermann, …“ (Achtung: bei der Newsletter-Anmeldung dürfen Namensfelder keine Pflichtfelder sein)
  3. Anmeldung per double-opt-in (Abonnent erhält nach der Anmeldung eine Mail mit Bestätigungslink)
  4. Abmeldung nach nur einem Klick auf den Abmelde-Link im Newsletter (de facto leider noch nicht verbreitet)
  5. Newsletter-Inhalte verweisen in der Regel über einen kurzen „Anreißer“ und „Mehr-Info“-Link zu einer Landeseite der Unternehmens-Website mit ausführlicheren Inhalten (Ausnahmen: z.B. Presse-Newsletter)

Welche Newsletter-Arten gibt es?

  1. der „News-Letter“ im Wortsinn (Mix aus Neuigkeiten zum Unternehmen, zu Aktionen und Produkten, kombiniert mit werblichen Elementen)
  2. Produkt-Newsletter (Produkt-Abbildungen mit Name und Link zur Landeseite)
  3. Nachfass-Mailings, zur Erhöhung der Response auf Dialogmarketing-Maßnahme (z.B. Copouning-Aktion, Umfrage)
  4. automatische Erinnerungsmails (an Termine, Aktionen etc.), kombinierbar mit Dialog-/Response-Funktionen
  5. individuelle Geburtstagsmails (automatisch versendbar), kombinierbar mit Dialog-/Response-Funktionen
  6. automatisierte Newsletter-Serie (special interest: Wissen/Information, KEINE Werbung)

 Welche Ideen und Funktionalitäten lassen sich mit E-Mail-Marketing realisieren?

  • bei der Newsletter-Anmeldung: Auswahl oder Auschluss von Themen anbieten
  • automatisierte Zielgruppen-Segmentierung nach: Wohnort/Entfernung, Alter, Produktinteresse (gemessen durch Klick-Verhalten), Kaufverhalten (in Verbindung mit Couponing-Aktion)
  • personalisierte Inhalte, z.B. Bilder mit Vornamen des Empfängers, PDF-Anhang
  • Newsletter-Umfrage
  • A/B-Splitting-Test: zur Optimierung der Öffnungsrate (durch Varianten der Betreffzeile)
  • Verknüpfung mit Facebook & Co (Link, Share-Button), Effekt: Anzahl der Fans wächst schneller
  • Dialog-Marketing-Maßnahmen (zielt ab auf definierte Reaktion/Response des Abonnenten)